Markus Beckedahl: Big Tech Staatsüberwachung - Ist eine bessere digitale Welt noch möglich?
Der Netzaktivist und Journalist Markus Beckedahl untersucht seit über zwei Jahrzehnten, wie Digitalisierung, Überwachung und Plattformmacht unsere Gesellschaft verändern und welche Gefahren für die Freiheit daraus entstehen.
Beckedahl, Pionier der digitalen Zivilgesellschaft, hat die Netzpolitik in Deutschland als eigenständiges Politikfeld maßgeblich mitgeprägt. Er ist Gründer des einflussreichen Blogs netzpolitik.org, den er fast 20 Jahre lang als Chefredakteur leitete, und Mitinitiator der re:publica, Europas größter Konferenz für die digitale Gesellschaft.
Einem breiteren Publikum wurde Beckedahl 2015 bekannt, als die Bundesanwaltschaft gegen ihn und seine Redaktion wegen „Landesverrats“ ermittelte. Die Aufdeckung von Plänen zur Internetüberwachung durch den Verfassungsschutz löste eine bundesweite Debatte über Pressefreiheit aus und führte letztlich zur Entlassung des Generalbundesanwalts.
Neben der journalistischen Arbeit widmet sich Beckedahl heute verstärkt der strategischen Stärkung von Grundrechten im Netz. Er kämpft für digitale Souveränität und gegen die Übermacht von Big Tech, um öffentliche Räume im Digitalen zurückzugewinnen und die Kontrolle über unsere Infrastrukturen aus den Händen einzelner Milliardäre zu befreien.
Aus dieser Gesamtperspektive spricht Beckedahl über die Frage: „Ist eine bessere digitale Welt noch möglich?“ Er beleuchtet das Spannungsfeld zwischen der Macht privater Konzerne und dem Drang des Staates nach immer neuen Überwachungsbefugnissen. Er zeigt auf, worum es geht, wenn wir heute über digitale Grundrechte streiten, und wie wir als Gesellschaft wieder Souveränität über unser digitales Leben erlangen können.
Kommt vorbei, wenn ihr verstehen wollt, wie die digitale Transformation unsere Freiheit bedroht und welche Alternativen wir heute gestalten müssen.
📅 Mittwoch, 22.04.
🕓 16:00 Uhr
📍Q0.101
Universität Paderborn, Gebäude Q, Erdgeschoss, Raum Q0.101